German English French Italian Spanish

Junge Börsenkenner - Voltaireschüler siegen bei Planspiel

POTSDAM / INNENSTADT - Spiel, Satz und Sieg: Das Team „Lehman Brothers“ von der Voltaire-Gesamtschule hat beim „Planspiel Börse“, der von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) mit ausgetragenen Wirtschaftssimulation, in der Region Potsdam den Gesamtsieg errungen. Tom Fischer, Ansgar Engels und Edith Christin Hauch konnten ihr Depot innerhalb von zehn Wochen um 6,49 Prozent steigern. Für ihren Erfolg bekamen die Teammitglieder gestern von Petra Hörnlein, der Filialchefin der MBS am Luisenplatz, je eine echte historische Aktie überreicht. Die Elftklässler belegten vor allem durch Aktienkäufe von Walt Disney und Google Platz 1. Der US-Medienkonzern machte innerhalb des Spielzeitraumes 16,8 Prozent plus; die Internet-Suchmaschine verzeichnete sogar einen Kursanstieg von 22,1 Prozent. Bei einem Startkapital von 50 000 Euro wies das Depot der „Lehman Brothers“ am Ende exakt 53 246,98 Euro aus – virtuell natürlich, nicht echt. Sieger im gesamten Geschäftsgebiet der MBS wurde übrigens eine Schülergruppe aus Zehdenick (Oberhavel), die auf 54 970 Euro kamen. In Deutschland bedeutet das Rang 231. Die Bundessieger kommen aus Flensburg und hatten am Ende 59 623 Planspiel-Euro im Depot. (MAZ)

 

Potsdamer Voltaire-Gesamtschule gewinnt den Wanderpokal beim Leo-Cup im Luftschiffhafen

„Der hat gesessen!“ Robert Fiebag freute sich über einen satten Schuss aus 18 Metern in den Dreiangel des gegnerischen Tores auf dem Kleinfeld und am Ende über den Sieg der Voltaire-Gesamtschule beim 2. Leo-Fußball-Cup-Turnier im Luftschiffhafen. Neunt- und Zehnklässler aus vier Potsdamer Schulen wetteiferten auf dem neuen Kunstrasen um den Wanderpokal, den Brandenburgs Finanzminister Rainer Speer als Schirmherr der Veranstaltung an Kapitän Fiebag überreichte. Der 16-Jährige, der zu den B-Junioren des SV Babelsberg 03 gehört, markierte zehn der 15 Tore der VoltaireSchüler. Fiebag lobte den Teamgeist seiner Mannschaft, die ohne Gegentor geblieben war, und die Veranstaltung: „Das hat Spaß gemacht, und man kommt sich mit den anderen näher.“

Das war auch das Anliegen des Ausrichters. Zwanzig junge Leute im Alter von 18 bis 32 Jahre engagieren sich seit vier Jahren im Leo-Club Potsdam, dessen Anliegen Präsidentin Marlene Gericke nennt: „Wir engagieren uns für sozial Benachteiligte.“ Beim zum zweiten Mal ausgetragenen Leo-Fußball-Cup-Turnier wird der Bogen noch weiter gespannt: „Dies ist ein Jugendprojekt, bei dem wir das Miteinander fördern wollen.“ Unterstützung bekam der Leo-Club auch vom Stadtsportbund, der den Platz besorgte und eine Musikanlage aufstellte.

Die 23-jährige Präsidentin Gericke, die BWL an der Humboldt-Uni studiert, wuselte während des Turniers zusammen mit ihren Mitstreitern stundenlang um die Spielfläche. Immer wieder klingelte das Handy, während hinter ihr das große blaue Banner des Leo-Clubs am Mast den Veranstalter auswies. „Ich fülle gerade einen fetten Scheck aus“, beschied sie einem Anrufer. Neben dem Wanderpokal gab es für die Gewinner 100 Euro, der Fontane-Oberschule als zweitplazierter Mannschaft gingen 50 Euro zu. Dritter wurde ein schulübergreifendes Team von Schiller-Gym, Waldorf-Schule und Gym Hermannswerder vor der Käthe-Kollwitz-Oberschule.

Die Leo-Club-Mitstreiter haben schon einiges auf die Beine gestellt. Sie starten Sammelaktionen für die Potsdamer Tafel und die Suppenküche. Sie rücken zum Äpfelpflücken auf Plantagen. Die Produkte werden gegen Spenden verteilt. Beim Leo-Cup-Turnier schleppten die Mitglieder Getränke, Äpfel und Bananen für die Teilnehmer heran.

Nach dem Auftritt der Schüler ging es im Luftschiffhafen mit dem zweiten Benefizturnier bis zum späten Abend weiter. Acht Teams traten an, unter ihnen die Sparkasse, die Investionsbank des Landes sowie aus Berlin und die Condio GmbH aus Werder. Die Startgebühr von je 110 Euro kommt der Jugendolympiade von Potsdam mit der Partnerstadt Luzern im September zu Gute,

Wer sich den uneigennützigen Geistern von Leo anschließen möchte, kann sich jeden zweiten Donnerstag im Monat um 19 Uhr im Café Heider einfinden. (Von Detlef Braune)