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Türkische SchülerInnen zu Gast bei der 7L

Hoș geldin! So begrüßten wir die türkischen SchülerInnen am 21.02.2017.

Am Anfang waren alle noch etwas schüchtern. Aber nachdem wir zusammen Basketball gespielt hatten, hatte sich das erledigt. Dann nahmen wir die SchülerInnen mit nach Hause.

An den darauffolgenden Tagen trafen wir uns in der Bibliothek, um in den ersten beiden Blöcken gemeinsam am Projekt ''Till Eulenspiegel und Nasreddin Hoca'' zu arbeiten. Mittags genossen wir das freundlicherweise vom Förderverein gesponserte Essen in unserer Mensa, das auch den türkischen Gästen mundete. An den Nachmittagen sahen wir uns Sehenswürdigkeiten, wie den Reichstag oder die türkische Botschaft, an.

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Der Freitagabend war der Präsentation des Projektes vorbehalten. Seit Beginn des Schuljahres haben wir gemeinsam über das Internet an den Inhalten gearbeitet: wir zu Till Eulenspiegel, die türkischen SchülerInnen an der Sprache und zu Nasreddin Hoca, dem Pendant unserer Eulenspiegel-Figur in der Türkei. Ein reichhaltiges, von den Eltern vorbereitetes Buffet rundete den Abend für alle Beteiligten ab.

Am Samstag war Familientag: Es bildeten sich kleine Gruppen, die z.B. Kegeln gingen, ein Fußballspiel guckten oder auf dem Fernsehturm die Aussicht genossen und anschließend dem Shopping-Wahn in den Berliner Einkaufszentren verfielen.

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Dem tränenreichen Abschied am Flughafen wird hoffentlich ein ebenso ereignisreicher Gegenbesuch in Antalya im Juni folgen. Dann wollen wir, dass sich Till und der Hoca auf der Bühne begegnen.

Toni Lehnert und Carl Downer (7L)  

Jerusalem, Totes Meer, Shabbat – ein Reisebericht in drei Teilen

Grüße aus Jerusalem – Tag drei in Israel (07.03.2017)

Nachdem wir am Sonntag hier herzlich von unseren Gastschülern empfangen wurden und am gestrigen Tag bei einer Wanderung durch den Hanonim-Nationalpark am Mittelmeer unsere Freundschaften auffrischen konnten, gehörte der heutige Tag ganz der heiligen Stadt Jerusalem.

Nach einer Einführung in die Jahrtausende alte Geschichte dieses Gebietes gab es die Gelegenheit, die anstehenden Abiturzielwünsche mittels Zettel in den Ritzen der Klagemauer zu verankern. Dann ließen wir das Flair der jüdischen Altstadt auf uns wirken, bevor wir uns auf in den moderneren Teil der Hauptstadt machten.

Ein weiterer Tageshöhepunkt war der Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem (frei übersetzt: Denkmal der Namen). Unsere wunderbare Museumsführerin verstand es, uns die Intentionen der Ausstellung und die mit ihnen verbundene Geschichte sowie die Verantwortung, die wir als junge Generation im Zusammenhang mit den Lehren der Vergangenheit haben, sehr eindringlich und engagiert zu vermitteln.

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Jerusalem ist eine Stadt, in die man noch einmal zurückkehren muss. Hier gibt es noch viel zu entdecken. Jetzt sind wir auf dem Rückweg nach Herzliya. Wie bei uns zur Hauptverkehrszeit sind die Straßen rammelvoll – Zeit genug, den morgigen Tag zu planen. Wir werden mit unserer Gastschule das Purimfest feiern. Aber dazu dann in unserem nächsten Bericht.

Geballte Geschichte und grauer Schlamm – Tag fünf in Israel (09.03. 2017)

Am gestrigen Tag konnten wir – wie angekündigt – in unserer Gastschule das Purim-Fest feiern; und ihr könnt uns glauben: Die israelischen Schüler können wirklich feiern. Höhepunkt des Festes war ein Battle, bei dem einzelne Gruppen eigene Tanz-Choreografien präsentierten und dabei sehr viel Kreativität bewiesen.

Heute starteten wir ganz früh in die judäische Wüste, um die Felsenfestung Massada zu besteigen und eine Menge über ihre Bedeutung als Symbol jüdischen Widerstands gegen die Römer zu erfahren.

Die körperliche Anstrengung und das Schwitzen bei schönstem Sonnenschein und 29 Grad wurden dann mit einem Bad im Toten Meer belohnt. Natürlich schmierten auch wir uns mit dem berühmten Schlamm ein und ließen uns in dem salzigen Wasser treiben.

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Heute entstanden sicher wunderbare Aufnahmen für unsere Filmproduktionen. Inzwischen ist die Sonne untergegangen, und im Bus reißen die Gespräche nicht ab. Unsere Englischlehrer wären sicher begeistert. Aber auch das eine oder andere hebräische Wort bleibt sicher hängen.

Shabbat Shalom – Tag sieben unseres Austausches (11.03.2017)

Gestern begann mit dem Sonnenuntergang das jüdische Wochenende, der Shabbat. Die Israelis haben aufgrund des Purimfestes ein langes Wochenende, und bevor es soweit war, fuhren wir alle zusammen mit dem Linienbus nach Tel Aviv. Ziel war vor allem der Karmel-Markt mit seinem bunten, geräuschvollen und kulturell vielfältigen Angebot. Nachdem ein paar Geschenke gekauft waren, trafen wir uns an der Strandpromenade, um den Schüleraustausch auszuwerten, seine Höhepunkte und Überraschungen.

Dann hatten wir individuelle Zeit, die ganz vielfältig genutzt wurde: Einige von uns wanderten nach Jaffa, andere wieder gingen an den Strand und einige nahmen am Treffen der Scouts/Pfadfinder teil. Nach Sonnenuntergang dann trafen wir uns zum Abschiedsabend.

Nun sitzen wir im Flieger und es geht nach etlicher Verspätung nun hoffentlich bald in Richtung Heimat. Die Woche war intensiv und wir haben eine Menge gelernt. Unsere Eindrücke und Erfahrungen sammelten wir in Bezug auf ein undifferenziertes Sicherheitsbild Israels durch unsere Medien, mit Blick auf eine vollkommen andere Gesprächskultur sowie bei politischen und philosophischen Diskussionen über das Nationalbewusstsein, die Opferbereitschaft für das eigene Land und die persönliche Zukunft.

Uns ist aber auch bewusst geworden, wie gut es ist, zu Hause die Freiheit zu haben, nicht bei allem, was wir tun, in erster Linie an unsere Sicherheit denken zu müssen. Ein Schüleraustausch ist in jeder Hinsicht bereichernd und damit lohnend. Das solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen.

Die IsraelfahrerInnen des 11. und 12. Jahrgangs

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