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Voltaire geht „Bis ans Limit“

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Mittwoch, 5. September, 12:30 Uhr, in der Aula unserer Schule: Obwohl die Tür geschlossen ist, sind die Cafeteriageräusche nicht überhörbar: Der Kühlschrank klappert, Stühle werden hochgestellt und jemand aus der 12. Klasse erklärt Mitschülern die Mathehausaufgaben; das in epischer Breite. Vor der trennenden Papiertür sitzt Bernd Färber, Schauspieler der Neuen Bühne Senftenberg, in Trainingsjacke und Schlabberhose im Rollstuhl und lässt uns 50 Minuten vergessen, wo wir sind. Er erzählt die Geschichte von Florian, der inzwischen Mitte 30 ist und nach einem selbst verursachten Wohnungsbrand im Krankenhaus landete. Florian ist klug und alkoholsüchtig. Letzteres schon seit seinem 16. Lebensjahr. Überzeugend spielt Färber die Rollen-, Zeitsprünge und Ortswechsel, ohne jemals wirklich den fesselnden Rollstuhl zu verlassen. 
„Das war eine starke Leistung“, bescheinigen die anwesenden DS-Schüler der 11. Klassen, die zur Vorstellung eingeladen waren und für die „Bis ans Limit“ als Auftaktveranstaltung für das für sie neue Unterrichtsfach „Darstellendes Spiel“ gedacht war. Auf die Diskussionsfrage: „Wie machst du das?“, konnte Färber zwar keine Gebrauchsanleitung geben, aber es sei erlernbar, meinte er. Das bestätigten optimistisch die DS-Lehrerinnen. Martin Stefke, der ebenfalls anwesende Regisseur des Stückes, betonte, dass der kreative Akt im Theater auch die Arbeit am Text umfasse. So habe er den vorliegenden Text (Buch von Elisabeth Zöller und Brigitte Kolloch, bearbeitet für die Bühne von Rainer Hertwig) für einen Schauspieler umgearbeitet und verändert. Herausgekommen ist ein Spiel zwischen Ernst und Komik, bei dem es Spaß mache zuzusehen, bestätigten die DS-Schüler.

Monika Grobler

Die Klassenfahrt der 5L im Juni 2012

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Vom 11.06.12 bis zum 15.06.12 waren wir auf Klassenfahrt. Wir fuhren mit dem Bus vom Potsdamer Hauptbahnhof nach Nordhausen; das ist eine kleine Stadt im Harz in der Nähe vom Brocken.
Unsere Jugendherberge hieß Rothleimmühle. Wir wurden von einer netten Frau empfangen, die sich als Besitzerin herausstellte. Sie führte uns zu einem roten, kleinen Haus, das sich weiter hinten auf der Anlage befand, und sie erzählte uns, dass das Haus erst vor einem Jahr renoviert worden sei.
Die Zimmer waren sehr hübsch, ordentlich und sehr modern, sie wurden sogar  mit einer Chipkarte aufgeschlossen. Der einzige Makel war, dass das Bad während des Duschens immer überschwemmt wurde.
Auch das Essen war gut. Nachdem wir uns nach unserer Ankunft gestärkt hatten, machten wir eine Stadtbesichtigung, die leider im Regen unterging.
Am Dienstag begann der Tag mit einer Fotosafari. Wir hatten auf einem Klemmbrett Bilder von dem Gelände bekommen. Die Gruppe, die eine Station gefunden hatte, musste eine Aufgabe lösen. Nach dem Lösen der Aufgabe an einer Station bekam man Punkte, und wer am Ende die meisten Punkte hatte, der war der Gewinner. Trotzdem bekamen wir alle den gleichen Preis: leckere Obstspieße.
Am Abend gingen wir ins Schwimmbad von Nordhausen. Dort hatten wir sehr viel Spaß. Leider konnten wir nicht so lange im bleiben, denn das Schwimmbad schloss relativ früh.
Am Tag darauf fuhren wir nach Schierke. Von dort sind wir hoch auf den Brocken gewandert. Die Gruppe trennte sich, weil einige langsamer liefen oder sich die Umgebung anguckten, doch am Ende fanden sich alle gesund und munter auf dem Brocken ein. Der Abstieg funktionierte problemlos, trotzdem waren wir danach alle sehr müde.
Am Donnerstag nach dem Frühstück räumten wir alle unsere Zimmer auf. Um 10:00 Uhr sollten wir uns dann zum Filzen im Innenhof versammeln. Zwei Frauen, die Melanie und Rosa hießen, empfingen uns dort, sie erklärten uns, wie das Filzen funktioniert und dass wir Handytaschen filzen sollten. Erst hatten wir alle noch ein paar Probleme, aber irgendwann hatte jeder eine eigene gefilzte Handytasche. Nach dem Filzen ruhten wir uns etwas aus. Ein wenig später gingen wir nochmals in die Stadt, diesmal in das Einkaufszentrum, um etwas einzukaufen – und natürlich regnete es. Trotzdem gingen wir noch ein Eis essen, das uns Charlotte spendierte, denn sie hatte am nächsten Tag Geburtstag. Um 21:00 Uhr haben wir dann eine Nachtwanderung gemacht, bei der wir u.a. „Rapunzel“ mit zwei „Rapunzels“ nachspielten.
Der letzte Tag war dann der Freitag; wir fuhren um 10:00 Uhr von der Jugendherberge los und warfen noch einen letzten Blick auf Nordhausen. Nach der ca. 4-stündigen Fahrt und zwei Pausen kamen wir am Hauptbahnhof an, wo wir von unseren Eltern empfangen wurden.
Wir glauben, uns allen hat die Klassenfahrt sehr gefallen, und sie hat uns auf jeden Fall zusammengeschweißt. Trotzdem waren alle froh, wieder zu Hause zu sein.

Charlotte Schnabel & Elisabeth Zimmermann