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Da schaut selbst das Gewitter hin…

Seit nunmehr zehn Jahren richtet sich im späten Mai der bange Blick aller bewegten Voltaire-Schülern/innen zur Wetter-App. Denn während auch in diesem Jahr die umkämpften Blauert-Shirts auf ihre Träger warteten und die Durchblutung unserer Muskelgruppen stieg, konnten wir einen kaum bestechen – den Wettergott.

Es sollte ein würdiges Jubiläumssportfest werden. Denn es war der zehnte Anlauf zur schweißtreibenden Jagd um die mittlerweile „kultigen“ Dreamteam-Shirts. Wer hätte das gedacht als der FB Sport und die Fa. Blauert vor einer gefühlten Ewigkeit eine sportliche Idee mit großem Teamspirit gemeinsam auf die Tartanbahn zauberten? Das „gelbe Trikot der Tour de Voltaire“ gilt unter unseren Schülern/innen mittlerweile als sportlicher Ritterschlag der Schullaufbahn. Mindestens einmal möchte es jeder gewinnen. Das Jubiläumsmodell strahlte in diesem Jahr Magenta.

Wie in jedem Jahr bewarben sich 22 Mädchen- und Jungenteams um die sportliche Krone des Schuljahres. Bei bestem Wetter setzten sich um 8 Uhr die Teams der Jahrgänge 5–8 zum morgendlichen Aufwärmen auf unserer großen Runde in Bewegung. Denn es stand der 250m-Lauf als erste Standortbestimmung auf dem Plan. Wer diesen Lauf verschlief, startete oft mit einem schwer einholbaren Handicap in die folgenden Basketball-, Zweifelderball- und Fußballturniere. Es galt jeweils eine niedrige Platzziffer zu erobern, um in der Gesamtabrechnung in T-Shirtnähe einzulaufen.

Während die Mädchen und Jungen der 10L angeführt von Charlotte Wicht, Franka Traupe, Simon Albrecht und Theo Groth nach ihrem zweimaligen Gewinn wie immer zu den Topfavoriten zählten, lauerten die Schülern/innen der 8A und 8D im Hintergrund. Während die mit unseren erfolgsverwöhnten Basketballmädels Hanna Podubien, Caroline Balcke und Henriette Schulz gespickte Mannschaft der 8D mit einem überragenden 1. Platz beim 250m-Lauf gleich in die Erfolgsspur fand, ließen Charlotte Schröder und Karola Ludwig für die 8A mit einem zwar starken, aber für sie doch enttäuschenden 4. Platz, wertvolle Punkte liegen. Diesen Vorsprung gaben die ballgewandten Damen aus dem „Rennstall“ Duvinage/Heinzel bis zur abschließenden Mixstaffel nicht mehr aus der Hand. Mehr noch, sie stürmten durch den Wettkampf – mit vier Siegen und der magischen Platzziffer 4.

Das war im zweiten Teil des Sportfestes der Jahrgänge 9–10 nicht mehr einholbar, nur noch ausgleichbar. Bei den Jungen überzeugten auf der Stadionrunde die Handballer mit dem großen schnellen Schritt – Joshua Heinemann und Samuel Schaal aus der 8A. Und diesem Sieg fügten sie mit einer starken Teamleistung und einer sicheren Hand von Finn Roggendorf gleich noch einen Basketballsieg hinzu. Halbzeitbilanz: zwei Siege in zwei Wettbewerben, besser gehtʼs nicht. Doch dann rollte der Fußball und dieser musste auch auf dem dritten Feld mit den etwas kleineren Toren den Weg in die Maschen finden. Da schlich sich eine Niederlage ein und diesen zweiten Platz wurden Hendrik Peters und Noah Drescher nicht mehr los. In der Gesamtabrechnung sollte es für beide Jungenteams der 8A und 8D ein brüderlich geteilter Vizemeister mit der starken Platzziffer 6 werden. Die Shirts waren in Sichtweite, aber anziehen durfte sie ein anderes Team. Der zweite Teil – das Sportfest der Großen (9–10) – wurde von einem satten Gewitterguss eingeläutet, aber nicht weggespült.

Während es im Vorfeld nur hieß, was machen die Topfavoriten der 10L, startete ein Außenseiterteam im nachlassenden Regen durch. Die Mädchen der 8D waren an diesem Tag weder von Franka, Antonia und Charlotte zu stoppen (am Ende ein starker 3. Platz) noch von den aufopferungsvoll kämpfenden Mädchen der 10B (Vizemeister). Aber der Jungenwettkampf gewann im zweiten Teil unerwartet an Dynamik. Ein erstes Achtungszeichen hämmerten die Jungen um Pascal Skowronek auf der 250m-Runde in die Tartanbahn, als sie die Konkurrenz unaufhaltsam förmlich in Grund und Boden liefen – Platz 1. Nachdem die zahlenmäßig kleinste Mannschaft (nur fünf Jungen) auch aus dem Basketball- und Fußballturnier als Sieger hervorging, schien plötzlich alles möglich. Nun hätte sogar ein zweiter Platz in der abschließenden Staffel zum alleinigen Gesamtsieg gereicht. Aber diese Rechnung war ohne die Protagonisten gemacht. Sie wollten ihre weiße Weste auch durch die Staffel tragen und das wurde schon nach dem ersten Wechsel mehr als deutlich. Angetrieben von der stolzen Teamchefin Frau Ullrich waren sie auch hier nicht aufzuhalten – wieder Platz 1.

Damit sicherten sich zwei Teams die Siegershirts mit der Fabelziffer 4 – die Mädchen der 8D und die Jungen der 10B. Das gab es beim 10. Sportfest zum ersten Mal – herzlichen Glückwunsch.

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Wir bedanken uns bei den Helfern und Kampfrichtern um Justus Isermann, Emily Thyen und Hanna Klode aus den Jahrgängen 11/12, dem Förderverein für die Überlebensgetränke und Obstrationen bei tropischen Temperaturen und unserem unermüdlichen Sponsor samt Catering Herrn Blauert. Und wenn man die Fotos betrachtet, kann man unschwer erkennen, dass uns unser Sponsor auch in Zukunft erhalten bleiben wird :-). Wir freuen uns auf das Dreamteam-Sportfest Nummer 11 im Jahre 2018.

Andreas Balcke  

Der 09. Mai 2017 - Europatag

Anlässlich des diesjährigen Europatages wurden an unserer Schule dieses Jahr an drei Tagen fünf Workshops angeboten. Neu war dabei, dass zwei dieser Workshops von SchülerInnen für SchülerInnen organisiert und angeboten wurden. Trotz der unglücklichen Tatsache, dass sowohl am 09. als auch am 11.05. die gesamte Klassenstufe 10 aufgrund der Prüfungen (MSA) nicht an Workshops teilnehmen konnte, waren alle fünf Workshops mit SchülerInnen der Jahrgangsstufen 8 bis 12 gut gefüllt: Über 130 (!) SchülerInnen nahmen daran teil. Dafür möchten wir uns als OrganisatorInnen ganz herzlich bedanken.

EU

Workshops der SchülerInnen

Männer und Frauen sind gleichberechtigt, aber ...

Im ersten der von SchülerInnen organisierten Workshops am Eröffnungstag ging es um die "Gleichstellung (von Mann und Frau) in Deutschland". Die TeilnehmerInnen hatten die Gelegenheit, in kleinen Gruppen über die Themen Gleichberechtigung in Schulen, von Alleinerziehenden in Ost und West und über die Frauenquote zu debattieren. Von interessanten Fakten bis hin zu Selbsterlebtem war alles dabei. Insbesondere beim Thema Frauenquote kamen die TeilnehmerInnen immer auf unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten. Während des Workshops konnten die TeilnehmerInnen auch durch den Vortrag der Gleichstellungsbeauftragten des Landes Brandenburg (Frau von der Lippe) viele interessante Fakten erfahren.

Gern mehr zum Thema Regenbogen

Im Workshop "Schule unter dem Regenbogen" erhielten die TeilnehmerInnen einen fachlichen Input von zwei ExpertInnen. Anschließend fand in kleinen Gruppen ein reger und offener Austausch zum Thema sexuelle Orientierung statt. Insbesondere das Konzept von Schülern für Schüler ist sehr gut angekommen. Es bestand sogar der Wunsch, diesen Workshop in dieser Form als Tradition fortzusetzen.

Workshops von Gästen

Unser Handeln global betrachtet

Der längste Workshop am 09.05. war ein Projekttag, der sich über vier Unterrichtsblöcke erstreckte. Nach einer kurzen Einführung in der Aula hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, an zwei von drei Workshops teilzunehmen. Diese hießen im Einzelnen: "Flucht – Migration – Integration", "Keep Cool! – Klimapolitik regional und global", "Fair Trade und nachhaltiger Umgang mit Konsumgütern".

Am Nachmittag wurden dann die Ergebnisse vorgestellt. Die Teilnehmer des ersten Workshops stellten dar, dass die meisten Menschen gar nicht, wie vermutet, nach Europa fliehen. Die meisten Menschen sind innerhalb Asiens auf Migration. Ferner ging es in dem Kurs um Fluchtgründe und daraus erwachsende Probleme.

Im zweiten Workshop wurde das Augenmerk auf den immensen Ressourcenverbrauch gelegt, den besonders die wirtschaftlich stark entwickelten Staaten verursachen. Die SchülerInnen erkannten schnell, dass diese Entwicklung zu großen, auch sozialen, Disparitäten zwischen den Menschen auf der Erde führt.

Der dritte Workshop befasste sich mit dem ökologischen Fußabdruck der Deutschen. Ferner wurden Möglichkeiten ausgelotet, Ressourcen zu sparen. Es wurde Fragen nachgegangen: wo es den nächsten Umsonst-Tausch-Laden für Kleidung gibt oder wer in Potsdam Lebensmittel tauscht, wo es in der Öffentlichkeit Obstbäume gibt oder wie man Elektronik erwirbt, die fair produziert wurde.

Nach der Vorstellung der Ergebnisse konnten wir Sabine Minninger (Referentin von Brot für die Welt) begrüßen, die den Tag mit einem Vortrag und einer Gesprächsrunde beendete.

Ist die EU nur positiv?

Am Mittwoch fand der Workshop "Europa im Blick – die EU und ihr Wirken für Brandenburg" statt. Nach einem Impulsvortrag über die Geschichte des Europäischen Bündnisses erfuhren die TeilnehmerInnen, wie die Verteilung der Fördergelder in der EU von statten geht und welche Projekte besonders unterstützt werden. Die TeilnehmerInnen empfanden den Workshop als sehr informativ, hätten sich aber gewünscht, auch etwas mehr über die Probleme bei der Verteilung von Geldern innerhalb der EU zu erfahren.

Mal eben eine Lösung finden?

Im Workshop der Young European Professionals (YEP) am 11.05. konnten die TeilnehmerInnen viel zum Thema Migrations- sowie Klimapolitik der EU lernen. Durch interessante Spiele, wie beispielsweise ein nachgestellter globaler Gipfel zum Thema Flüchtlingspolitik, wurden die Themen bearbeitet, und es war sogar möglich, einmal in die Rolle eines "echten" Politikers schlüpfen. Die TeilnehmerInnen lernten viel über die Rollen einzelner Länder und Organisationen in der Migrationspolitik und über ihren eigenen ökologischen Fußabdruck.

Am Ende des Seminars war allen deutlich geworden, wie schwierig es sein kann, Lösungen zu entwickeln und Entscheidungen zu treffen, auch wenn es manchmal von außen betrachtet recht simpel wirken kann. "Ein erfolgreicher und sehr schön gestalteter Tag mit vielen neuen Eindrücken," so meint Rosa aus dem 11. Jahrgang.

Gordon Schwedt (FBL Politische Bildung)